Transfer fängt schon vor dem Training an!

Was bleibt vom Gelernten, wenn das Medientraining vorbei ist? Das entscheidet sich früher als wir meinen. Oft mehrere Tage bevor das eigentliche Training beginnt. Wie das?

Trainingstransfer #1:

Zum Auftakt meiner kleinen Serie in Sachen Trainingstransfer schauen wir uns an, warum die Vorbereitung auf ein Training für beide Seiten wichtig ist: für mich als Medientrainerin und für meinen Coachee. Und mit Vorbereitung meine ich noch nicht mal eine „Hausaufgabe“.

Worum geht es hier?

Einmal um die Variante „Kaltstart“ für den Kunden: Ah, morgen ist ja dieses Medientraining. Na, da bin ich mal gespannt, was wir da so machen.

Und um die Variante „Aufwärmen“: Ah, morgen ist ja dieses Medientraining. Und die Trainerin hat mir ein paar Vorab-Fragen geschickt. Hm. „Was ist mir in diesem Training besonders wichtig?“ Gute Frage. Muss ich mal drüber nachdenken. „Was sind meine Stärken in der Kommunikation?“ Okay, da fällt mir etwas ein…

„Aufwärmen“ meint hier: Der oder die Coachee setzt sich gedanklich schon mit dem Training und möglichen Inhalten auseinander. Vielleicht tauchen Fragen auf, die er oder sie stellen möchte. Oder sogar konkrete Inhalte, zu denen er oder sie einen Rat braucht. Manchmal kommen Coachees auch mit Beispielen, die sie kürzlich in Fernsehen oder auf Social Media gesehen haben.

In jedem Fall ist der Einstig ins Thema, hier Medientraining, kognitiv ein anderer als beim Kaltstart. Und wie bei der Batterie eines E-Autos: vorgewärmt lädt besser. 🚘🚗😊Inhalte werden schneller aufgenommen, Gelerntes schneller umgesetzt.

Zum Aufwärmen gehört bei mir seit einiger Zeit übrigens nicht nur die Frage: Wann hat sich das Training für Dich gelohnt? Ich frage zusätzlich auch: Und welchen Beitrag leistest Du dazu? Wenige Worte, die einen Unterschied machen. Die eine Reflektion anstoßen: Okay, ich kann also nicht nur konsumieren, sondern muss auch einen Beitrag leisten. Das verändert die Haltung im Training nochmal mehr.